
Auswandern in die Schweiz. Als Deutscher, mit eigener Firma.
Wie viel du in der Schweiz zahlst, entscheiden Kanton und Gemeinde. Als Deutscher ziehst du über das Freizügigkeitsabkommen ohne Visum hin, und kein Nachbarland hat tiefere Steuern. Die Besonderheit steht im Abkommen mit Deutschland: Fünf Jahre nach dem Wegzug bleiben deutsche Einkünfte im deutschen Zugriff.
- Aufenthalt
- EU-Bürger: Bewilligung B, als Selbständiger fünf Jahre
- Ansässig
- Wohnsitz, oder 30 Tage mit Arbeit, 90 Tage ohne
- Sonderregime
- Pauschalbesteuerung ab 435.000 CHF Grundlage, ohne Arbeit in der Schweiz
- Firma
- GmbH in Zug oder Wollerau rund 11,6 bis 11,7 %
- Abkommen mit Deutschland
- ja, mit Fünfjahresregel für Deutsche
Geprüft an amtlichen Quellen, Stand 30. Oktober 2026. Alle Quellen unten auf der Seite.
Dein Aufenthalt, wenn du in die Schweiz auswanderst.
Als Deutscher oder Österreicher ziehst du nach dem Freizügigkeitsabkommen in die Schweiz. Wer sich selbständig niederlässt, bekommt eine Bewilligung B für fünf Jahre. Als Nachweis verlangt die Migrationsbehörde in der Regel eine Firma mit Eintrag im Handelsregister, Geschäftsbücher und ein Einkommen, von dem du lebst.
Ohne Erwerbstätigkeit bekommst du die Bewilligung mit ausreichenden Mitteln und einer Krankenversicherung. Die Grundversicherung der Krankenkasse schließt du in den ersten drei Monaten ab.
Steuern in der Schweiz.
Steuern zahlst du an Bund, Kanton und Gemeinde. Der Bund nimmt höchstens 11,5 % des Einkommens, Kanton und Gemeinde rechnen mit eigenem Tarif und Steuerfuss. In der Stadt Zug kommen Kanton und Gemeinde 2026 auf einen Grenzsteuersatz von 10,4 %. Vermögensteuer erheben nur Kantone und Gemeinden, in Wollerau rund 1 Promille.
Die Pauschalbesteuerung nach dem Aufwand ersetzt die Einkommensteuer durch eine Steuer auf die Lebenshaltungskosten. Sie gilt nur für Ausländer, die in der Schweiz nicht arbeiten, mit einer Mindestgrundlage von 435.000 CHF beim Bund, 500.000 CHF in Zug und 600.000 CHF in Schwyz. In Zürich gibt es sie nicht mehr.
Für Deutsche gilt eine Sonderregel im Abkommen: Im Wegzugsjahr und in den fünf Jahren danach darf Deutschland Einkünfte aus Deutschland weiter besteuern, etwa Mieten, Dividenden einer deutschen GmbH oder ein deutsches Gehalt (Art. 4 Abs. 4 DBA). Wer als echter Arbeitnehmer zu einem fremden Arbeitgeber in die Schweiz wechselt, ist davon ausgenommen. Für Unternehmer mit eigener Firma gilt die Regel.
Ansässig mit Wohnsitz und Bewilligung B.
Mit Firma, Eintrag im Handelsregister und echtem Geschäft bekommst du als Deutscher eine Bewilligung B für fünf Jahre. Steuerlich zählt dein Wohnsitz in der Schweiz, und in welchem Kanton und welcher Gemeinde er liegt.
Veranschaulichung nach den Regeln der Steuerbehörde, Stand 30. Oktober 2026.
DeutschlandWohnung aufgegeben, abgemeldet
SchweizWohnsitz mit Bewilligung B
Bewilligung Bfünf Jahre als Selbständiger mit eigener Firma
Was mit deiner deutschen Steuer passiert.
Der Umzug in die Schweiz beendet die deutsche Steuerpflicht nicht von selbst. Diese fünf Punkte ordnest du vorher.
- Die Abmeldung reicht nicht.Deutschland besteuert dich weiter voll, solange du hier eine Wohnung hast, die du nutzen kannst, oder dich mehr als sechs Monate am Stück hier aufhältst (§ 8 und § 9 AO). Erst die Wohnung aufgeben, dann abmelden.Mehr dazu
- Wegzugsteuer bei GmbH-Anteilen.Hältst du mindestens 1 % an einer Kapitalgesellschaft und warst sieben der letzten zwölf Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig, besteuert Deutschland beim Wegzug den Wertzuwachs, als hättest du verkauft (§ 6 AStG). Das planst du vor dem Umzug.Mehr dazu
- Erweiterte beschränkte Steuerpflicht.Das Sonderregime kann als Vorzugsbesteuerung gelten. Dann greift für deutsche Staatsangehörige mit wesentlichen Interessen in Deutschland bis zu zehn Jahre die erweiterte beschränkte Steuerpflicht (§ 2 AStG), es sei denn, du zahlst mindestens zwei Drittel der deutschen Steuer. Ein amtliches Schreiben dazu gibt es nicht; wir klären es vor dem Antrag.Mehr dazu
- Betriebsstätte und Geschäftsleitung.Arbeitest du weiter aus Deutschland für deutsche Kunden, etwa aus einem Büro oder einer Wohnung, die dir hier zur Verfügung steht, kann dort eine Betriebsstätte entstehen (§ 12 AO). Wird deine neue Firma tatsächlich aus Deutschland geführt, liegt ihre Geschäftsleitung hier (§ 10 AO), und Deutschland besteuert ihre Gewinne.
- Mit Doppelbesteuerungsabkommen.Deutschland und die Schweiz haben ein Doppelbesteuerungsabkommen. Es regelt, welcher Staat welche Einkunft besteuert, und setzt voraus, dass du im neuen Land ansässig bist und das nachweist.Mehr dazu
Firma und Konto.
Die GmbH braucht 20.000 CHF Stammkapital, die AG 100.000 CHF. Der Bund besteuert den Gewinn mit 8,5 %, mit Kanton und Gemeinde zahlt eine GmbH in der Stadt Zug 2026 rund 11,7 %, in Wollerau rund 11,6 % auf den Gewinn vor Steuern.
Private Kapitalgewinne sind in der Schweiz steuerfrei. Verkaufst du später deine Schweizer GmbH aus dem Privatvermögen, zahlst du darauf keine Einkommensteuer. Eine deutsche GmbH verkaufst du dagegen besser nicht in den ersten fünf Jahren nach dem Umzug, das Abkommen lässt Deutschland dann zugreifen.
Typische Fehler.
- Pauschal besteuert sein und in der Schweiz arbeiten.Schon eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz, auch für die eigene Firma, beendet die Voraussetzung. Dann gilt die ordentliche Besteuerung.
- Die Fünfjahresregel übersehen.Mieten, Dividenden und Gehälter aus Deutschland bleiben im Wegzugsjahr und fünf Jahre danach in Deutschland steuerpflichtig. Wer zuerst echt in einem anderen Land lebt, kommt später ohne die Regel in die Schweiz.
- Die GmbH auflösen und mit denselben Kunden weitermachen.Das löst Steuern auf Geschäftswert und Kundenstamm aus, im Liquidationsgewinn, als verdeckte Gewinnausschüttung oder als Funktionsverlagerung. Ein laufendes Geschäft braucht einen eigenen Plan, vor dem Umzug.
So lösen wir es: dein Umzug in die Schweiz im Gesamtplan.
WohnsitzSteuernFirmaKontoPlan B
Bei der Schweiz entscheidet die Route: direkt hin oder zuerst in ein anderes Land. Die klären wir zusammen mit der deutschen Seite. Danach planen wir Kanton und Gemeinde, die GmbH, die Bewilligung B und den Tag des Wegzugs.
Formalitäten und Erklärungen vor Ort übernehmen Berufsträger, die wir mit dir auswählen und koordinieren. Für die Umsetzung bekommst du ein festes Angebot nach dem Strukturgespräch.
Der Einstieg: ein Erstgespräch, 15 Minuten und kostenfrei. Den Termin wählst du direkt im Kalender.
- ZuerstWegzugsteuer, deutsche Einkünfte und Route klären
- Vor dem UmzugKanton und Gemeinde wählen, Wohnung suchen
- UmzugGmbH gründen, Bewilligung B beantragen, Wohnung in Deutschland aufgeben
- DanachKrankenkasse, Konto, fünf Jahre deutsche Einkünfte im Blick
Weiterlesen.
Andere Länder: Spanien · Zypern · Portugal · Uruguay · Dubai · Malta · Panama · Argentinien · Paraguay · Türkei
Quellen und Stand
Jede Rechts- und Steueraussage dieser Seite ist an den folgenden Gesetzen und amtlichen Quellen geprüft, jeweils mit Abruf- oder Stand-Datum.
- Fedlex · Freizügigkeitsabkommen Schweiz–EU, Anhang I Art. 12 und 24Stand 30. Oktober 2026
- SEM · Weisungen VFP-1/2026, Ziff. 4.3Stand 1. Januar 2026
- Fedlex · DBG, Art. 3, 14, 16, 36, 68Stand 30. Oktober 2026
- Fedlex · Obligationenrecht, Art. 621, 773Stand 30. Oktober 2026
- ESTV · Kantonsblätter Zug und SchwyzStand 1. Februar 2026
- ESTV · Geltende Steuern, Besteuerung nach dem AufwandStand 1. Januar 2026
- Kanton Zug · Steuerbelastungen 2023 bis 2026Stand 30. Oktober 2026
- Kanton Schwyz · Steuerfusstabelle 2026Stand 30. Oktober 2026
- Fedlex · DBA Schweiz–Deutschland, Art. 4 und 13Stand 27. November 2025
- BFH · I R 109/09 (Arbeitnehmer-Ausnahme in Art. 4 Abs. 4 DBA)Stand 19. Oktober 2010
- § 8 AO · WohnsitzStand 30. Oktober 2026
- § 9 AO · Gewöhnlicher AufenthaltStand 30. Oktober 2026
- § 6 AStG · WegzugsbesteuerungStand 30. Oktober 2026
- § 2 AStG · Erweiterte beschränkte SteuerpflichtStand 30. Oktober 2026
- § 12 AO · BetriebsstätteStand 30. Oktober 2026
- § 10 AO · GeschäftsleitungStand 30. Oktober 2026
- § 11 KStG · Auflösung und AbwicklungStand 30. Oktober 2026
- § 8 KStG · Verdeckte GewinnausschüttungStand 30. Oktober 2026
- § 1 AStG · FunktionsverlagerungStand 30. Oktober 2026
- BMF · Stand der Doppelbesteuerungsabkommen am 1. Januar 2026Stand 1. Januar 2026
Dein Umzug in die Schweiz beginnt mit einem Gespräch.
15 Minuten, kostenfrei: Du sagst uns, wo du stehst und wohin du willst. Wir sagen dir, welcher Schritt als Nächstes ansteht. Den Termin wählst du direkt im Kalender.